Kopfkino

Die Spur, die bleibt

Ich bin ein Rumtreiber auf vertrautem Grund. Einer, der immer wieder losläuft, weil Stehenbleiben schwerer ist als Gehen. Die besten Gedanken finde ich dort, wo Wege nicht gerade sind und Stille lauter wird. Manchmal treibt mich das Leben vor sich her, manchmal treibe ich bewusst – doch immer hinterlasse ich eine Spur, an der ich mich später wiederfinde.

Die besten Geschichten entstehen da, wo nichts Spektakuläres passiert: beim Warten, beim Zögern, beim Verschätzen. Ich lausche diesen Zwischenräumen wie einem stillen Hafen. Wenn sie etwas sagen, schreibe ich es auf – nicht für die Welt, sondern für die, die genauso driften wie ich.

Strandgut der Seele – Zwischen Wind und Widerstand

Der Wind hat mich vieles gelehrt: Er fragt nicht, ob du bereit bist. Er schiebt dich an, hält dich auf, dreht dir ins Gesicht – und zeigt dir trotzdem jeden Ausweg. Ich habe gelernt, nicht dagegen anzukämpfen, sondern ihn zu lesen wie ein altes Buch. Was ich hier teile, sind die Kapitel, die man nur versteht, wenn man selbst schon ein paar Böen abbekommen hat.

Ich sammle Gedanken wie Treibholz: manches glattpoliert, manches mit scharfen Kanten, manches schwerer als es aussieht. Aufgeschrieben habe ich nur das, was wieder zu mir zurückgekommen ist. Der Rest ist unterwegs – vielleicht zu dir, vielleicht irgendwo im Gezeitenwechsel. Hier findest du das Strandgut meiner eigenen Reise.

Der ersten Geschichte meines „Unwritten Book“ werden weitere folgen:

Wie ich fast Buddhist wurde, weil meine Waage explodierte

Ein Kapitel über Körper, Kontrolle und Kartoffelsalat Ich war nackt. Naja, fast. Nur mit einer gelben Saunatuch-Hoffnung um die Hüften. Es war ein Montagmorgen, 07:26 Uhr, der erste Tag meines „Neustarts“. Ich hatte mir vorgenommen, ab jetzt alles anders zu machen. Kein Zucker, kein Meckern, kein Selbstbetrug. Stattdessen: Achtsamkeit, Atemtechniken…

Weiterlesen

Weitere Geschichten aus dem „Unwritten Book“ findest Du hier: